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30.08.2019

Viel vergangene Zeit und Instagram

Seit meinem letzten Eintrag sind nun 8 Monate vergangen. Es gab einige kleinere Projekte und auch tolle Kurse im Figurentheaterkolleg Bochum – vor allem im Bereich Technik in Figuren. Ein hochspannendes Thema, das viel Tüftelei und um die Ecke denken erfordert und zu dem Michael Hepe tolle Kurse gibt. Ich bin immer wieder begeistert was es für tolle Dinge zu lernen gibt.

Da ich es so selten schaffe tatsächlich hier was zu schreiben, habe ich vor kurzem einen Instagramaccount eingerichtet. Ihr findet mich dort unter rechteckigerblick. Falls ihr Lust habt schaut doch mal rein.

23.12.2018

frohe weihnachten 2018

Hallo ihr Lieben,

ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten und ein tolles Jahr 2019!

21.10.2018

Summ, summ, summ …

graue wolken

Ich durfte wieder für das Kölner Künstler Theater bauen, diesmal für das Stück „Der kleine Eisbär“, das am letzten Mittwoch Premiere hatte. In dem Stück für Kinder ab 4 Jahren geht es um Eisbären und Eis-Bären, schmelzende Pole, Johannisbeer-, Blaubeer- Himbeer- und Honigeis, Missverständnisse und natürlich Freundschaft. Hier kommt ihr auf die Seite vom KKT

Diesmal habe ich nicht nur die Figuren gebaut, sondern auch das Bühnenbild und die Ausstattung – das war sehr spannend, weil ich das eigentlich noch nie gemacht habe und die Ausmaße natürlich völlig anders sind als beim Figurenbau. Allein der Versuch eine 130/ 260x70cm große Holzplatte in meinem Eckchen mit der Bandsäge zuzuschneiden und auch Stoffbahnen zu einem 24qm großen Rechteck zusammen zu nähen war ein Erlebnis.

Jetzt gibt es aber wie gewohnt ein paar Bilder aus der Bauphase:

Bilder der fertigen Bären findet ihr unter der Rubrik theaterfiguren

Vom Bühnenbild habe ich leider noch keine ordentlichen Bilder, werde diese aber nachliefern sobald ich welche habe.

14.06.2018

Habe nach dem Schnitzkurs in Warmsen bei Jürgen Maaßen für die Mitteilnehmenden auf deren Wunsch meine Mitschrift eingescannt und vielleicht habt ihr ja auch Lust mal darin zu stöbern. Das eine oder andere Bild findet ihr auch im „Köpfe, Köpfe, Köpfe“ Kursbericht.

10.06.2018

Köpfe, Köpfe, Köpfe

Heute gibt es mal wieder einen kleinen Kursbericht – oder besser gesagt sogar zwei kleine Kursberichte.

Ich habe nämlich 8 Tage mit dem Oberthema Köpfe verbracht und habe mit zwei superspannenden Materialien gearbeitet bei zwei tollen Dozenten.

Es fing an mit einem Wochenendkurs im Figurentheaterkolleg Bochum bei Michael Hepe. Wir haben drei Tage lang mit PE experimentiert. Das Material kennt ihr als Moosgummi, nur dass wir nicht die bekannten Platten aus dem Bastelbedarf verwendet haben sondern größere Blöcke. Außerdem hat Michael uns eine witzige Technik zum Entwerfen von Köpfen gezeigt, die auf einer Raute basiert. Das Ergebnis sind witzige und cartoonige Köpfe. Das schöne ist, dass PE superleicht ist, ein fertiger (Handpuppen- oder Tischfiguren-) Kopf wiegt unbezogen nur um die 10g.

Den Block schnitten wir erst mal an der Bandsäge in Form und arbeiteten dann die Grobform mit Cuttermessern heraus. Dann raspelten wir den Kopf bis die endgültige Form erreicht war.

Bezogen haben wir die Köpfe mit Fleece, den kann man super um die fertigen Köpfe spannen und unsichtbar nähen. Natürlich kann man auch deutlich realistischer arbeiten, das werde ich sicher irgendwann mal ausprobieren. Jedenfalls habe ich nun vier witzige Köpfe, die auf passende Körper warten – vermutlich werde ich daraus Handpuppen machen …

Von Bochum bin ich dann nach Kursende direkt zum Hof Lebherz in Warmsen gefahren und habe mich an das Schnitzen von Köpfen aus Holz bei Jürgen Maaßen gewagt.

Holz ist ein tolles Material vor dem ich aber ziemlichen Respekt habe.

Nachdem wir die Entwürfe fertig hatten hat uns Jürgen das Profil der Köpfe aus Lindenholz an der Bandsäge ausgeschnitten – dann begann das Abenteuer schnitzen. Bei Jürgen sah das ganz leicht aus und bei ihm scheinen die Schnitzeisen wie Butter durch das Holz zu gleiten und es entstanden schöne honigfarbenen und glänzende Schnitte. Bei mir auch – nun ja zumindest manchmal und auch nur solange die Wölbungen nach außen ging. Außerdem gab es da noch die verschiedenen Schnittrichtungen zu beachten, die sich nach der Maserung des Holzes richten. Immer wieder frass sich das Eisen irgendwo fest – oje. Schnell zum Meister um retten zu lassen was zu retten ist. Wenige Schnitte von Jürgen und auf einmal entstand ein wunderbares Innenohr, ein Auge, ein Nasenflügel oder ein halber Mund. Genau, jeweils nur auf einer Seite, meine Aufgabe war es dann die andere Seite genauso gut hinzukriegen … Das gelang mal mehr, mal weniger gut, aber immer, wenn ich das Gefühl hatte nichts geht mehr war Jürgen zur Rettung da. Außerdem gab es die beruhigende Erklärung dass man fleißig üben solle und nach 100 Köpfen könne man das dann auch und nach 1000 Köpfen bräuchte man nicht mehr darüber Nachdenken was man tut.

Nachdem der Kopf dann fertig geschnitzt war schritten wir zur Vollstreckung – das ist ein ziemlich martialischer Akt. Der Kopf wurde gespalten, damit er ausgehöhlt werden konnte um Gewicht einzusparen. Vor dem zusammenleimen der beiden Hälften wurden diese zunächst mit einem feuchten Tuch gebügelt, damit die Holzfasern sich anlegen und alles gut zusammen passt. Holz habe ich bisher noch nie gebügelt …

Nach dem Leimen noch ein paar Tackerklammern in den Kopf getackert, Gummibänder zum spannen drum und dann zum trockenen in die Sonne. Danach wird dann vor der Bemalung noch einmal alles übergeschnitzt, da der Kopf vom vielen Anfassen doch recht schmuddelig aussah und außerdem die Leimreste weggeschnitzt werden mussten.

Am Donnerstag konnte ich dann mit dem zweiten Kopf anfangen, der schon etwas leichter von der Hand ging …

Nach einer intensiven Woche und zwei Köpfen ist mein Respekt vor dem Material Holz geblieben. Aber ich muss ja nur noch 998 Köpfe schnitzen bis ich das – laut Jürgen – ohne Nachdenken hinkriege …

19.05.2018

Hände und Füße und noch mehr Hände und Füße

Eine Woche Baukurs im Figurentheaterkolleg Bochum bei Jürgen Maaßen liegt hinter mir und ich habe ein ganzes Schatzkästchen voller Hände und Füße aus verschiedenen Materialien mit nach Hause gebracht.

Es war superspannend sich mal eine Woche lang nur mit dem Bau von Händen und Füßen und allem was dazu gehört auseinander zu setzen. So war endlich mal Zeit auch etwas über Führungsstäbe zu lernen und damit zu experimentieren. Wir haben mit verschiedenen Materialien (Draht, Filz Stoff, Schaumstoff, Hartschaum und Holz) gearbeitet.

Mein persönliches Highlight war aber das Schnitzen von Händen und Füßen aus Holz. Ich habe noch nie vorher geschnitzt und bin mit meinen Ergebnissen doch sehr zufrieden. Zum Glück korrigierte Jürgen mit dem Spruch “das hat ja schon viel schönes“ alle eventuell gemachten Fehler. Mit einem aufmunternden „wenn ihr fleißig übt könnt ihr in 30 Jahren genausogut schnitzen wie ich“ wurden wir dann nach Hause entlassen.

Also: übe, üben, üben …

14.04.2018

Rasende Zeit und viele Projekte

Oje, fast 2 Jahre sind vergangen und ich habe es nicht geschafft mal ein paar neuere Bilder auf diese Seite zu setzen. Dabei ist es nicht so, als wäre in der Werkstatt nichts passiert. Deswegen gibt es jetzt mal einen kleinen schnell-Überblick.

Ich war mal wieder bei einigen wunderbaren Kursen im Figurentheaterkolleg Bochum und auf dem Hof Lebherz.

Da wäre zum einen der Latexkurs bei Annkathrin Heyne. Das war sehr spannend, weil die Arbeit mit Latex eine ganz andere ist, als alles was ich bisher gemacht habe. Es ähnelt vielleicht noch am Meisten dem Maskenbau. Zuerst ist nämlich modellieren dran. Es wird ein orginalgroßes Tonmodell der Figur gebaut. Dieses wird dann mit vielen, vielen Schichten Latex bepinselt. Da Latex nicht so ohne weiteres bemalt werden kann werden die Farben mit Pigmenten in Latex angemischt und aufgetragen. Entstanden ist ein leicht schielendes Chamäleon

Außerdem hatte ich die Möglichkeit Kurse bei Andreas Becker, Jürgen Maaßen, Michael Hepe (Benecke) und auch mal wieder einen Kurs bei Doris Gschwandtner zu besuchen. Es ist so schön, immer wieder etwas neues am Figurenbau zu entdecken, neue Materialien, andere Techniken oder Herangehensweisen und Lösungen bei bekannten Techniken. Ich bin jedes Mal begeistert, dass die Dozenten so offen aus dem Nähkästchen plaudern und uns so bereitwillig an ihrem Wissen, Tricks und Kniffen und auch Materialbeschaffungsadressen teilhaben lassen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle sehr bedanken.

So sind in den letzten zwei Jahren einige Figuren und Technikmodelle entstanden.

Außerdem durfte ich für zwei Stücke des Kölner Künstler Theater Figuren bauen. Zum einen die Zirkusmaus Tilly für das Kinderstück „Rufus und die Maus auf der Drehorgel“ – ein wunderbares Stück über Heimat und Freundschaft mit Akrobatik, Zauberei und viel Humor.

Und für das Erwachsenenstück „das viel gelobte Land“ über Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben, ihren Gründen und Träumen für diese Suche und die Flucht aus ihrem bisherigen Leben. ( http://www.k-k-t.de/de/index.php )

Und dann habe ich auch noch für ein Walter Moers Stück in Frankfurt die Sternenstauner gebaut, die mittlerweile schon seit fast 2 Jahren in dem Stück „Ensel und Krete“ immer wieder die Welt bestaunen.

( http://www.kellertheater-frankfurt.de/produktionen/enselUndKrete/index.html )

So, genug gequatscht, jetzt gibt es ein paar Bilder zu sehen:

25.04. – 29.04.2016

Klimper mit den Wimpern – Süße!

In dieser Woche war es mal wieder soweit – Ferien im Figurentheaterkolleg Bochum. Das diesmalige Projekt: Ich will eine Augentechnik bauen, die tatsächlich funktioniert und gut spielbar ist. Die Augen sollen sich öffnen und schließen. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Es gibt auch nicht viele Menschen, die einem das erklären können. Also hilft nur: die offene Werkstatt bei dem wunderbaren Arne Bustorff. Seines zeichens Figurenspieler, Figurenbauer und der Mann für Mechaniken.

Außer mir sind noch 7 andere Menschen im Kurs, die von Marionettenbau, über Bühnenbild bis zu einer ferngesteuerten Schildkröte vollkommen unterschiedliche und spannende Projekte umsetzen wollen.

Ich bin gespannt wie es werden wird. Und ob ich am Ende der Woche tatsächlich mit einer funktionierenden Technik, am besten in einen Kopf eingebaut, nach Hause fahren werde.

Arne ist guter Dinge und sucht mit mir zusammen im Lager alles raus, was ich brauche. Meine Idee ist, alles direkt 2x bauen, einmal passend für das Robotermädchen zum direkten Einbau und einmal als Anschauungsobjekt, damit der spätere Nachbau gelingt. Die nächsten Tage verbringe ich damit Messingrohre platt zu klopfen, minikleine Holzdreiecke zu sägen, mit Stoff und Holzleim haltbare Verbindungen herzustellen, Messingnägel zu kürzen und die Technik gefühlte 1000x zusammen und auseinander zu bauen. Wenn ich nicht weiter weiß und Arne gerade anderweitig beschäftigt ist schnitze ich schon mal am Kopf, schneide Maulschlüsselhände zu und nehme Handys auseinander und beschließe, das eine Roboterauge, das aus einer Deokugel besteht, nicht weiß zu lackieren, sondern zu beleuchten. Also ran an den Lötkolben und die Dioden und auch hier ist Arne da und erklärt was zu tun ist. Am Donnerstag fällt mir dann auf, dass ich mal wieder keine Fotos gemacht habe und die Zeit wie im Fluge verging.

Außerdem stellt sich am Abend der große Frust ein, weil das eine Augenloch im Kopf viel zu groß ist, ich alles möglich probiere, aber nichts davon funktioniert. Na toll, eine Woche gebaut und funktioniert nicht …

Freitag, dann die Idee, Plüschschlauch genäht und in das Auge eingesetzt und passt! Juchuhh! Und Beleuchtung des Auges funktioniert auch!

Eine Woche bauen, zittern, fluchen und viel Spaß. Bochum ist wirklich immer wieder toll! Auf diesem Wege auch noch einen herzlichen Dank an das tolle Team des Hauses!

Die fehlenden Fotos habe ich dann schnell zu Hause gemacht, es sind jetzt halt nur Ergebnisbilder und eine Materialübersicht.

09.04.2016

Ein Tag am See

Heute habe ich einen wunderbaren Tag am See mit einer sehr guten Freundin verbracht. Wir haben das gute Wetter genossen, lecker gegessen und etwas an unseren Projekten gearbeitet. Also durfte die Intelligenzbestie mit und hat bei einem tollen Ausblick einige Fortschritte gemacht.

27.03.2016

Habe mich mal wieder am Färben versucht, diesmal habe ich mir ein Sammelsurium an Schaumstoffresten vorgenommen und in Rot und Pink eingefärbt. Diese Reste kann man gut für Zungen benutzen. Mit dem Erbgebnis war ich ziemlich zufrieden, je nach Schaumstoffdichte fielen die Farben etwas unterscheidlich aus. Sehr schön – einziges Problem: die Farbe müffelt ziemlich, dementsprechend müffelte natürlich der gefärbte Schaumstoff so vor sich hin.

Okay, habe ich wohl nicht gut genug ausgewaschen, also schnell in die Waschmaschine und einmal gespült …

Und dann die Enttäuschung: nach dem Spülen in der Maschine sind alle Schaumstoffstücke mehr oder weniger gleich rot.

Vorher war schon schöner, aber immerhin habe ich gelernt: spülen in der Maschine funktioniert gut – sofern man die Farben getrennt spült. Eine weitere Lektion leaning by doing!

Hier ein kleiner Blick auf sie schönen Farben vor dem „alles-rot-Fiasko“.

12.03.2016

Mittlerweile ist das Yetimädchen fast fertig. Von der Befestigung der Beine hatte ich ja schon berichtet.  Die Arme sind angenäht und auch der Hals ist dran und hat die Beweglichkeit des Kopfes nicht eingeschränkt. Und sie hat noch Lederfußsohlen bekommen, damit sie besser laufen kann.

Jetzt fehlt nur noch die Bemalung. Dafür muss ich aber in der richtigen Stimmung sein, sonst bin ich nie zufrieden.

In der letzten Woche ist eine Riesenlieferung Plüsch bei mir angekommen. Das ist auf der einen Seite natürlich Super, andererseits habe  ich nur soviel bestellt, weil mein Lieblingsplüschonlineshop kaemycos leider, leider schließt. Das ist so Schade.

Nun ja, jetzt habe ich diesen Riesenberg tollen Plüsch in verschiedenen Längen und tollen Farben. Besonders angelacht haben mich davon ein Langfloorplüsch in Türkis und ein ganz kurzes Fellchen in Mint. Damit musste ich unbedingt sofort was machen, ein kleines Projekt und unten könnt ihr sehen was bisher aus den Fellchen geworden ist. Das wird ein wunderbares kleines Monsterchen.

29.02.2016

Nachdem die letzte Woche doch sehr turbulent war, bin ich erst gestern dazu gekommen mich dem kleinen Yetimädchen zu widmen. Allerdings hat mich die ganze Zeit das Problem beschäftigt, wie ich die Beine befestigen kann, dass sie sich gut bewegen und nur in die Richtungen in die sie sich bewegen sollen. Ich habe mir die wildesten Konstruktionen ausgedacht, hätte vermutlich auch funktioniert, allerdings geht es oft viel leichter! Beim Aufräumen bin ich auf ein paar Sturmwäscheklammern gestoßen – und? Perfekt für  die Beine. In den Schlitz passen so gerade die Stofflagen und der Ledersteifen. Hier und da etwas gekürzt und an den Beinen befestigt. Noch ein paar kleine Nägel rein und man kann es sogar nachjustieren, solle mal etwas ausleiern. Die ganze Konsruktion hält sogar ohne Kleben im Körper. Juchuhh!

21.02.2016

Zur Zeit arbeite ich in jeder freien Minute an dem Yetimädchen weiter. So zusammengesteckt sieht sie schon recht fertig aus, allerdings täuscht das etwas.

Wie so oft steckt der Teufel im Detail und da muss ich noch an einigen Stellen etwas tüfteln. Aber gerade das ist es, was totalen Spaß macht, denn jede Figur braucht etwas anderes und hat andere Eigenheiten. Und was bei der Fähe super funktioniert hat passt noch lange nicht für das Yetimädchen – ich liebe das!

19.02.2016

Heute morgen gibt es zwei schnelle Bilder für alle, die wissen wollen wie es mit dem Yetimädchen weitergeht:

14.02.2016

Heute bin ich mt dem Yetimädchen etwas weitergekommen und zeige Euch mal einen Zwischenstand:

Außerdem habe ich mich endlich mal aufgerafft 3 mittlerweile fertig gewordene Klappmaulfiguren zu fotografieren. Die Bilder findet Ihr in der Rubrik Theaterfiguren. Nun muss ich nur noch 4 Tischfiguren fotografieren und hochladen, dann ist meine Seite wieder up to date.

Jetzt werde ich aber mein Füße hochlegen und die letzten Stunden des unverhofft freien Wochenendes genießen.

13.02.2016

In der letzten Zeit bin ich nicht zum Bauen gekommen. Wenn ich dann doch einmal Zeit hatte, habe ich einige kleine Restarbeiten an fast fertigen Figuren gemacht. Heute war es dann mal wieder soweit. Eine Verabredung am Sonntag wurde verschoben und plötzlich habe ich ein komplett freies und unverplantes Wochenende vor mir! Juchuhh!

Aus der Idee mal zu probieren wie klein ich einen Klappmaulkopf bauen kann, in den ich mit meinen Händen noch reinpasse und einem eigentlich viel zu kleinen Stück Zottelplüsch entstanden heute die Anfänge eines Yetijungens, der sich dann aber sehr schnell in ein Yetimädchen verwandelte:

Nachtrag zum 18.12.2015

Nachdem die Puppenstars nun gelaufen sind veröffentliche ich noch ein paar Bilder der Sockenpuppen.

Die Kinder und Jugendlichen des Kinderchors Solingen haben die Sockenpuppen für ihren Auftritt nach meiner Anleitung gebaut, die ich extra dafür angefertigt habe. Das Tutorial findet ihr im letzten Eintrag.

18.12.2015

Heute geht mein erstes Tutorial online. Es ist die Anleitung für 3 verschiedene Arten einer Sockenpuppe. Wenn Ihr etwas nicht versteht schreibt mir doch einfach eine E-Mail, dann helfe ich Euch gerne weiter. Außerdem kann ich dann die Anleitung gegebenfalls überarbeiten, dass sie besser verständlich wird. Ich wünsche Euch viel Spaß und würde mich freuen, wenn ich das eine oder andere Werk, dass nach meiner Anleitung entstanden ist auch mal zu sehen bekomme – schickt mir gerne ein Bild, ich freue mich darauf.

Sockenpuppen Tutorial

02.11.2015

Eine neue spannende Erfahrung, der Kampf mit Leder und Zange, blutende Finger und ein tolles Ergebnis

Heute geht es mal nicht um Theaterfiguren sondern um Schuhe. Damit habe ich nämlich das letzte Wochenende verbracht – nein, nicht mit dem Kaufen von Schuhen, sondern mit dem Machen von Schuhen. Der Workshop findet in der Steiermark bei Bednar und Strunz statt. Im Sommer war ich schon einmal da zum Vermessen meiner Füße und um Modell und Leder auszuwählen.

Und dann war endlich das lang erwartete Wochenende gekommen. Donnerstag geht es los, denn knapp 1000km Fahrt liegen vor mir und ich habe vor die Strecke in 2 Etappen zu fahren. Der Workshop beginnt am Freitag um 18:00h, ich bin etwa 1 Stunde früher in Fürstenfeld und habe noch etwas Zeit mich zu orientieren. Nach einer sehr netten Begrüßung durch die Kursleiter Harald und Herbert bekomme ich meine Kiste mit den vorbereiteten Schuhteilen und bin entzückt. Die Schuhe sehen noch besser aus als ich erwartet habe. Nach und nach trudeln auch die anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein. Es scheint eine sehr nette Runde zu werden. Dann ist es 18:00h und der Workshop startet. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Schuhherstellung, bei der ich einiges über Leder, die Schuhindustrie und Maßschuhe lerne geht es an unser eigenen Schuhe. Sie sind mit 5 Nägeln auf den Leisten gespannt und unsere erste Aufgabe ist es die Nägel raus zu ziehen und das Oberteil abzunehmen. Dann sollen wir es wieder auf dem Leisten ausrichten und festnageln. Das ist einfacher gesagt als getan. Der Oberteil muss richtig ausgerichtet werden, dann wird das Leder mit einer Zange auf Spannung gezogen und gleichzeitig festgenagelt. Dabei darf man das ganze nicht auf den Tisch legen, sondern muss sich den Leisten zwischen die Beine klemmen – meine Beine sind dafür zu kurz und der Bauch – nun ja. Also irgendwo anders hin klemmen, Leder spannen, Nagel einschlagen, spannen, nageln, spannen, nageln. Im Raum herrscht konzentriertes Schweigen. Wenn die Nägel drin sind vorzeigen zur Kontrolle. Das Urteil: „gut“, aber alle Nägel werden trotzdem wieder herausgezogen und vom Meister neu eingeschlagen, ich hatte nicht stark genug gespannt.                                                                                                Dann werden alle Nägel doch wieder herausgezogen, das war nur eine kleine Übung zum Aufwärmen, denn als ersten Schritt müssen wir die Fersenkappe einkleben und zwei weitere Lederstücke, die den Schuh später verstärken werden. Nach jedem Arbeitsschritt geht es zur Kontrolle, wird etwas verbessert oder nachjustiert.                                            Dann wird es ernst mit dem Nageln. Die Nägel müssen in einer bestimmten Reihenfolge eingeschlagen werden, das Leder immer fest gespannt sein, ansonsten werden sie herausgezogen. Nach kurzer Zeit schmerzen meine Arme, ich kämpfe mit dem Leder und dem Leisten, freue mich, wenn ich alles geregelt kriege und bin froh, wie ruhig unsere beiden Kursleiter die einzelnen Arbeitsschritte erklären und immer wieder helfend eingreifen. Um 22:00h ist Feierabend für heute und ich freue mich auf mein Bett.

Am Samstag starten wir um 8:00h und ich habe erstaunlicherweise weder Muskelkater noch tun mir die Hände weh. Es geht weiter mit Nägel einschlagen, kleben, Nägel herausziehen und wieder Nägel einschlagen. Im Raum hört man ein geschäftiges Hämmern, immer mal wieder unterbrochen von leisen „autsch“-Rufen – auch von mir. So oft wie heute habe ich mir in meinem ganzen Leben noch nicht auf die Finger geschlagen. Irgendwann blutet der Finger – egal, Pflaster drum, es macht Spaß und der Schuh nimmt immer mehr Gestalt an und immer öfter kommt von den Kursleitern ein „passt“. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich eine Aufgabe geschafft habe und ich mir meine zukünftigen Schuhe genau ansehe. Ich freue mich auf meine Schuhe und ich mag den Geruch von Leder und Kleber, der in der Luft liegt. Irgendwann ist der letzte Nagel eingeschlagen, alles verklebt, sämtliche Nägel wieder herausgezogen und wir können mit dem Nähen beginnen. Das Nähen bereitet mir wenig Probleme, wir nähen mit zwei Nadeln. Zuerst wird mit der Ahle ein Loch vorgebohrt und dann jeweils ein Faden von oben und einer von unten durch das Loch gezogen. Einmal um den Schuh herum. Um 18:00h ist Feierabend, den haben wir uns alle verdient. Hochzufrieden verlasse ich die Werkstatt.

Am Sonntag geht es um 8:00h weiter, ich bin hochmotiviert, die Schuhe ähneln immer mehr tatsächlichem Schuhwerk und Schritt für Schritt werden sie fertig. Heute wird fertig genäht und dann die endgültigen Sohlen aufgeklebt. Zwischendurch wird immer wieder geschliffen, dabei dürfen wir zusehen, die Gefahr den Schuh zu ruinieren wäre zu groß, wenn wir das selber machen würden – außerdem sollen die Schuhe am Ende ja auch gleich aussehen und die Absätze gleich hoch sein. Die Spannung steigt, die Frage ob die Schuhe wohl passen werden rückt immer mehr in den Vordergrund, eine Anprobe ist ja nicht möglich, da sie fest auf den Leisten sitzen. Als dann alle Sohlenteile geklebt und geschliffen sind und die Sohlenkanten mit Politur versiegelt sind ist es endlich soweit. Die Schuhe werden ausgeleistet. Das ist ein aufregender Moment. Mein Herz klopft, mein Hirn rattert: habe ich alle Nägel rausgezogen? Habe ich den Kleber so aufgestrichen, dass er nicht das Futterleder an den Leisten geklebt hat? Habe ich alle Schritte richtig gemacht oder fällt der Schuh gleich auseinander? Hoffentlich geht der Schuh nicht kaputt während ich ihn ausleiste! Nach einem letzten Kraftakt sind die Leisten aus den Schuhen. Alles hält und sieht gut aus und passt!

Es ist unfassbar, ich habe tatsächlich Schuhe gemacht. Und sie sind so schön geworden!

19.09.2015

Heute gibt es mal ein paar schnelle Bilder:

17.09.2015

Fast zwei Tage am Rechner und viele geraufte Haare später sind meine Bilder wieder online. Juchuhh! Allerdings habe ich mich doch für ein neues Plugin entschieden, welches die Optik der Seite etwas ändert, da die Bilder nicht mehr ganz so clean und gleichmäßig angeordnet werden. Das alte Plugin lief zwar nach dann doch wieder, allerdings waren da in der neueren Version einige Sachen anders als vorher und man konnte die neuen und alten Galerien deutlich unterscheiden. Deswegen nach einiger Recherche dann doch die Entscheidung für was neues. Mir gefällt es gut – ich hoffe euch auch. So und jetzt hoffe ich, dass ich wieder eine ganze Zeit meine Ruhe habe bevor ich mich wieder an so eine Arbeit begeben muss!

Außerdem habe ich mir heute mal etwas Zeit für die beiden Teufelchen genommen und kaschiert bis die Finger schrumpelig wurden. Der dünne graue Teufel ist soweit fertig, dass er bemalt werden kann. Bei den dicken rötlichen Teufel sind Arme und Beine montiert, die Gewichte sind in den Füßen, dass sie schön schlenkern und die Beine sind teilweise kaschiert. Kopf und Körper sind auch fertig. Leider fehlen mir noch die Hände. Aber alles in allem nähert sich auch Teufel Nr. 2 seiner Fertigstellung.

16.09.2015

Das Video läuft, aber …

nach dem update meiner Homepage kann ich nun zwar super Videos einbinden, leider funktioniert mein Lieblingsgalerieplugin (noch) nicht mit der neuen wordpress-Version.

Also heißt es:

  1. tüfteln und suchen ob ich auf ein anderes Plugin umsteige
  2. etwas warten und hoffen, dass die Entwickler bald den Fehler beheben
  3. Haare darüber raufen, dass bei updates immer igendetwas schiefgeht

Aber immerhin: tadaa: hier das versprochene Teesiebersatzvideo:

Ich gebe zu: den Oskar für Aktion und Spezialeffekte werde ich damit wohl nicht gewinnen. Jetzt fehlt noch ein vernünftiger Griff und die Befestigungsmöglichkeiten für den Oberkopf und den Unterkiefer müssen noch verändert werden, aber grundsätzlich funktioniert die Technik gut. Wie die Veränderungen aussehen müssten habe ich schon in Kopf, ich muss mich nur noch an die entsprechenden Werkzeuge begeben um sie herzustellen. Ich halte euch auf dem laufenden!

02.09.2015

Größere Operationen und ein Schirm wird zu einem Teesiebersatz

Nachdem mein Skelett nun einige Tage so an der Garderobe herumhing und jämmerlich dreinschaute habe ich mich seiner erbarmt. Es ging also vom Kleiderhaken auf den Nähtisch und da ging es zuerst mal den etwas zu kurzen Armen an den Kragen. Also Bezug auftrennen, Arme an mehreren Stellen zerschneiden und passend geschnitzte Schaumstoffstücke einkleben bis die richtige Gesamtlänge erreicht ist. Natürlich passt jetzt der alte und vor allem der schon colorierte Bezug nicht mehr – so ein Mist. Also neuen Bezug nähen! ÄHH! Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, zumal ich diesmal auch so schlau war, mir vorher Gedanken über die Befestigung am Körper zu machen und darüber wie ich die Hände anbringen will. Also flugs an die entsprechenden Stellen Lederstücke eingeklebt und kleine Ledertaschen für die Stellen an die später Magnete sollen. (Wer vorher denkt hat hinterher weniger Arbeit – meistens jedenfalls). Die Kringel auf den Fotos unten sind keine Donuts sondern die Rippen, die später mithilfe von Magneten abgenommen werden können – oder eben zu hübschen Kringeln zusammenmagnetet (wie heißt das?) werden können. Dann habe ich den Körper neu aufgefädelt, da mir die Technik mit einer Schnur zu wabbelig war, also an jedem Wirbel jeweils oben und unten das alte Loch zunähen (wie gesagt: wer vorher denkt ..) und neue Löcher -ne, ne, ne diesmal nehme ich eine dünne Marionettenschnur, für die ich keine Löcher in den Stoff und Schaumstoff machen muss … Außerdem hat der Schädel eine zumindest provisorische Dekoration al la dia de los muertos bekommen und gefällt mir ganz gut. Und das Herz für das Skelett ist in Arbeit.  Aber seht selber:

Nun aber noch zu der mysteriösen Andeutung über den Regenschirm: gesucht war ein Ersatz für diese Klappteesiebe, die man als Klappmechanismus in Figurenköpfe einbauen kann, damit diese den Mund auf und zumachen können. Das funktioniert ganz gut, hat aber auch den einen oder anderen Nachteil. Also hatten wir schon in Bochum angefangen zu tüfteln wie wir diese Teesiebe ersetzen könnten. Irgendwann habe ich mir die Teile eines alten Regenschirmes vorgeknöpft, da diese für alles mögliche zu gebrauchen sind – und siehe da, eine mögliche Lösung tut sich auf:

Ich habe von der funktionsweise ein kleines Video gedreht, leider habe ich aber eine relativ alte WordPressversion in der ich noch keine Videos einbetten kann. Nach meinem Urlaub werde ich die Seite mal aktualisieren und euch dann das Video hochladen.

15.08.2015

Ein Skelett mit Augenmechanik, tolle Menschen und ein Werkstattkonzert …

Vom 31.07 bis zum 09.08 war ich in Bochum beim Figurentheaterkolleg zum 10-Tage-intensiv-Fortgeschrittenen-Schaumstoffkurs. Wieder mal bei Bodo Schulte, der sich nicht nur extrem gut auf das Bauen versteht, sondern jede Figur sofort zum Leben erwecken kann und ihr einen einzigartigen Charakter verleiht, sobald das Stück Schaumstoff an dem man arbeitet auch nur ein wenig nach Kopf aussieht.

10 Tage Bauen, das ist ein Traum, noch dazu in Bochum, in einer Werkstatt, die nicht nur für die Kurszeit geöffnet ist, sondern quasi 24h am Tag benutzt werden kann – da werden aus eigentlich 8 Stunden am Tag schnell auch mal 10 oder 12 oder noch mehr Stunden …

Die Stunden und Tage vergingen wie im Flug und dann gab es auch noch, als Topact sozusagen, ein Werkstattkonzert von dem Mann einer Teilnehmerin – vielen Dank für diesen wunderbaren, bereichernden, emotionalen und zauberhaften Abend der auf meiner Bochum-Hitliste ganz oben steht!

Zuallererst galt es aber mal zu entscheiden was ich bauen will – da gab es eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

1. eine Häsin als Freundin für die Fähe (da wäre ich auf der sicheren Seite und vermutlich auch innerhalb der 10 Tage fertig …)

2. das Skelett, das einzelne Teile abnehmen kann (Magnete) und am Besten noch mit den Augen rollen kann (das wäre das Kamikazeprojekt)

Nun dürft ihr raten wofür ich mich entschieden habe …

Die Augenmechanik habe ich gefühlte 700x auseinander und wieder zusammen gebaut, hier noch etwas weggeschliffen, dort noch etwas nachjustiert und die Führung verbessert und was soll ich sagen: fertig ist sie immer noch nicht, da die Steuerung noch etwas umständlich ist – aber das wird noch …

Da ich leider meine Mitteilnehmerinnen nicht überzeugen konnte für mich die einzelnen Knochen zu beziehen, sitzt man so am Werkstatttisch und näht und näht und zack nach nur 5 Stunden ist das Becken fertig umnäht – ach ja dann nur noch Rippen, Schulterbein, Wirbel, Hände, Füße, Schulterblätter, Arm- und Beinknochen. 12 Stunden genäht und der abendliche Telefonbericht an den Freund fällt oft folgendermaßen aus: „heute war ich 12 Stunden in der Werkstatt“ – „und, was hast du gemacht“ – „2 Wirbel und einen Beckenknochen“( Wahlweise: 5 Rippen und das Brustbein oder 6 Wirbel und das Steißbein, etc) – „aha, das ist ja toll“ – „und noch ein bisschen Augenmechanik“ – „ach, ich dachte die wäre schon längst fertig“ – ist sie ja irgendwie auch, zumindest in der Theorie…

Und auch wenn sich das gerade nicht so angehört hat: Ich bin sehr froh mit meinem verrückten Skelett und freue mich, dass ich es endlich mal gebaut habe, weil es schon so lange auf meinem Bauwunschzettel gestanden hat.  Und ich bin sicher, dass es bald fertig wird und in die Galerie der fertigen Figuren rücken kann. Außerdem habe ich immer, wenn es mit dem Skelett nicht voranging oder ich mal etwas anderes machen wollte etwas an dem kleinen orangenen Monster gearbeitet.

Und dann, am letzten Morgen, habe ich doch noch schnell den Kopf für die Häsin zugeschnitten …

Liebe mitverrückte Kursteilnehmer, lieber Bodo, diese 10 Tage waren wunderbar-supertoll-intensiv-lebendig-unvergesslich. Ich würde mich sofort wieder mit euch in eine Werkstatt sperren lassen (und auch viel länger als 10 Tage!)! Es war super, hat totalen Spaß gemacht, der Austausch mit euch war super und es war wie immer spannend zu sehen wie sich ein Berg Schaumstoffplatten und Schaumstoffblöcke unter euren Händen in total unterschiedliche, interessante, schöne und lebendige Figuren mit sehr individueller Handschrift verwandelt.

Jö! Vielen Dank!

14.03.2015

Hinter mir liegt eine Woche kaschieren im Figurentheaterkolleg Bochum bei Bodo Schulte. Eine Woche matschen mit Kleister, schrumpelige Finger und fitzelkleine Papierstückchen. Aber fangen wir beim Anfang an: in meinem Skizzenbuch tummelten sich schon länger zwei irgendwie eckige Teufel und warteten auf ihren Auftritt. Da sie kantig sind ist Stoff oder Schaumstoff nicht geeignet – also ran ans kaschieren. Dafür schnitzt man zunächst die Formen aus Styrodur, die im Anschluss mit fitzeligen Papierstückchen beklebt werden, dadurch werden sie fest. Das dauert und dauert und dauert – macht aber auch Spaß und hat durchaus was meditatives. Das Bekleben mit Papier ist für mich nicht neu, spannend sind aber die anderen Varianten, die Bodo vorstellt. Kaschieren kann man nämlich auch mit Sägemehl, Sand, Stoff, Acryl (aus dem Baumarkt), Leder und allen möglichen anderen Materialien. Da ich die Teufel machen will spare ich es mir, alle Techniken auszuprobieren, schaue aber meinen Mitkursteilnehmerinnen gerne mal über die Schulter.

Während ich also an meinen Teufeln arbeite und immer klarer wird, dass ich natürlich nicht fertig werde, schlägt mal wieder meine Affinität zu Reststücken durch. In der Sammelkiste für Strodorreste sticht mir ein Teil ins Auge das ich mir sofort schnappe und mit etwas schnitzen in den Kopf eines zukünftigen Pfefferminzzebras verwandele. Die Idee ist das Muster nicht aufzumalen, sondern mit Papier aufzukaschieren. Klappt auch ganz gut und sieht sehr hübsch aus.

Nun ja, das Ende vom Lied. bzw. der Woche ist, dass ich mit einer Kiste voller Teile nach Hause fahre und mal wieder noch einiges an Arbeit vor mir liegt.

Aber schön war’s schon.

26.10.2014

So, der Fisch hat jetzt alle Flossen und einen fast fertigen Bauch. Am Übergang vom Bauch zum Unterkiefer muss ich allerdings noch etwas frickeln. Der Fortschritt sieht auf den Bildern ziemlich mickerig aus, aber in dem Kleinkram von Heute stecken  so um die 4 Stunden Arbeit – man hat schließlich nichts besseres zu tun …

Das Nadelkissen zu machen war eine gute Entscheidung. Die Nadeln fliegen nicht mehr rum, kein gepikse in den Fingern und alle Nadeln schnell griffbereit. Und außerdem ist es in meinem Arbeitszimmer echt besser zu finden als eine kleine Stecknadeldose, die ja immer gerne mal unter Stoff oder hinter Schnittmustern verschwindet.

14.10.2014

Heute bin ich mal wieder etwas zum Werkeln an einer einfacheren Figur gekommen. Leider habe ich etwas zu spät ans Fotografieren gedacht, deswegen gibt es nur ein paar Bilder auf denen schon die Grundform, der Bezug, Augen und Zähne fertig sind. Jetzt müssen noch die Flossen und der Bauch fertig werden und ich würde ihm gerne eine Licht machen – ungefähr wie bei Anglerfischen. Mal sehen. Hier erst einmal ein paar Bilder:

Die Zähne sind mit Apoxie Sculpt modelliert und die Augen aus kleinen Plastikostereiern gemacht.

28.09.2014

Leider bin ich in der letzten Zeit nicht sehr kreativ gewesen. Stattdessen mache ich alle möglichen alltäglichen Sachen. Heute habe ich mich entschlossen meine Stecknadeln mal zu sortieren. Damit das besser geht habe ich mir ein extragroßes Nadelkissen genäht und mit einer Schaumstoffplatte gefüllt. Ist praktisch und sieht auch noch sehr dekorativ aus – finde ich.

Mal sehen ob es sich im Alltag bewährt – zumindest pikse ich mit jetzt wohl nicht mehr in die Finger – wie beim Griff in die Stecknadeldose …

09.09.2014

Frank ist fertig und hat es endlich ins hausinterne Fotostudio (in diesem Fall das Wohnzimmer) geschafft. Die Bilder könnt ihr in der Theaterfigurengalerie ansehen. Ich hoffe sie gefallen euch. Wenn ihr etwas weiter unten in dieser Rubrik schaut könnt ihr ein paar weitere Bilder von Franks  Entstehungsprozeß ansehen und auch ein paar Detailbilder von den Händen.

Seine Ohren kann Frank abnehmen, sie sind mit Magneten befestigt. Wenn ich mal jemanden finde der mir bei den Fotos hilft mache ich dazu vielleicht auch noch ein Bild für die Galerie.

08.09.2014

Juchuhh – endlich habe ich die Zeit gefunden wieder etwas an der Fähe zu arbeiten. Sie wächst mir jedesmal noch mehr ans Herz.

Sie ist etwas strubbeliger geworden – dank des tollen Fellchens. Das Annähen der Fellstückchen gestaltete sich ganz lustig, da ich mir die ganze Figur immer irgendwie unter den Arm klemmen muss oder sie lustige Verrenkungen auf dem Tisch macht, damit ich an allen Stellen gut nähen kann. An kleinen Figuren zu arbeiten hat auch so seine Vorteile, da hängt dann nicht noch 1 Meter Figur am Knie oder Ellbogen an dem man versucht ein winziges ausfransendes Stückchen Fell anzunähen.

Nachdem die Näherei nun vollbracht ist, werde ich sie mir mal eine Weile anschauen und darüber nachdenken ob sie noch irgendwo Fellchen braucht oder ob etwas von den Fellchen wieder abgetrennt wird. Heute bin ich jedenfalls zufrieden!

Ich habe natürlich auch wieder ein paar Bilder gemacht, damit ihr den Fortschritt sehen könnt. Das erste Bild ist noch ohne strubbeliges Fellchen – nur so zum Vergleich:

Und ich freue mich schon total auf das Bemalen – ich hoffe ich kann sie bei Bodo Schulte airbrushen ..

25.08.2014

Heute will ich kurz von meiner Färbeaktion berichten.

Leider war die Färbeaktion für das Projekt Fähe eher ein Flop  – die Farbe idye Poly ist super, allerdings waren meine Stoffe zu polyacryllastig und es ist so, dass Polyacryl nicht färbbar ist – zumindest nicht im Haushalt. Das Ergebnis: der Stoffrücken ist super gefärbt, die Zotteln sind allerdings eher pastellig. Für meine Fähe ist das Ergebnis deshalb leider absolut unbrauchbar. Ich habe trotzdem ein paar Fotos gemacht, falls ihr es auch mal probieren wollt. Achtet auf jeden Fall darauf, dass euer Fell oder Stoff aus Polyester ist.

Das sehr gut gefärbte Stück auf dem ersten Bild ist im Übrigen Schaumstoff.

Ich habe alles zusammen mit einem Paket idye Poly in Orange ca. 1,5h im Kochtopf gefärbt. Es empfiehlt sich das ganze nur in einem gut zu belüftendem Raum zu machen, da die Farbe ziemlich fies riecht …

Hier die Ergebnisse: (Links jeweils der Orginalstoff, rechts der Gefärbte)

Auf dem letzten Bild seht ihr ein wunderbares kleines Fellchen für die Fähe (es war der Kragen einer Kinderjacke, die ich bei ebay erstanden habe), das farblich absolut perfekt ist. Ich freue mich schon sehr sie damit zu schmücken. Vielleicht finde ich am nächsten Wochenende Zeit dafür …

11.08.2014

In den letzten Tagen habe ich mich mal wieder Frank gewidmet, einen Anzug bekommt er allerdings doch nicht. Sein Hemd ist nun fertig und die Weste auch. Außerdem durfte er heute etwas Zeit im Kosmetikstudio verbringen und ist nun fast fertig bemalt. Dann noch etwas Nagellack und fertig ist der Frank. Ich habe auch ein paar Bilder für euch gemacht:

Die Ohren kann man mit Magneten am Kopf befestigen oder eben abnehmen und zum trocknen an Blechdosen kleben …

08.08.2014

Heute gibt es ein paar Neuigkeiten vom Katerchen für euch. Da ich letztens keine passenden Aufen gefunden habe, habe ich selber welche gemacht, dazu war etwas bohren und schleifen gefragt. Man benötigt zwei Holzplatten, eine als Unterlage und eine mit einem Loch das etwas größer ist als die Form, die man für das zukünftige Auge gewählt hat (ich habe ein Holzosterei verwendet, wichtig ist, dass die Form hitzebeständig ist). Ich habe das halbierte Ei zusätzlich noch auf eine Platte gemacht (damit das Auge etwas höher wird) und dieses  auf der Holzplatte platziert. Von einer Polysterolplatte (meine Platte ist 2mm dick) schneidet man etwas mehr ab als man zur Abdeckung des Loches benötigt und tackert dieses unter das Loch in der zweiten Platte. Mit dem Heißluftfön erwärmt man nun die Polysterolplatte bis sie weich ist und drückt das Loch mit der weichen Platte über das Ei. Nun noch etwas abkühlen lassen , die Form  ausschneiden und fertig ist das neue Auge …

Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinen ersten ganz alleine gemachten Augen.

Mittlerweile sind die Augen eingeklebt und das Katerchen ist bemalt und durfte ins Fotostudio (naja, eigentlich ein Eckchen in meinem Arbeitszimmer).

05.08.2014

Die Arbeit hat mich wieder, trotzdem ist in der letzten Woche noch das eine oder andere in meiner Werkstatt passiert. Die Fähe hat nicht nur neue Oberschenkel, die mittlerweile auch bezogen sind, sondern auch Zähne im Unterkiefer und sehr hübsche Krallen. Außerdem hat sie noch eine weiße Schwanzspitze bekommen. Wenn nun noch das Färben des Zottelplüsches gelingt kann ich sie bald fertig stellen.

Frank hat ein blaues Hemd bekommen und eine orangekarierte Weste, die aber noch nicht ganz fertig ist. Nun ja, das Hemd ist auch noch nicht ganz fertig, es fehlen aber nur noch ein paar Stiche am Ärmel.

29.07.2014

Da ich durch eine Verkettung von Umständen zu ein paar zusätzlichen freien Tagen gekommen bin, kann ich so richtig rumwerkeln. Da es mir aber deutlich zu warm ist um mit einer der großen Figuren auf dem Schoß rumzusitzen habe ich mal ein kleineres Projekt begonnen: ein kleines türkises Katerchen. Den Kopf habe ich aus einem Stück Schaumstoff geschnitten und mit der Schere so lange bearbeitet bis er die Richtige Form hatte. Der türkise Stoff ist ein Boucleefleece, der schon eine Weile in meinem Schrank lag und in den ich mich auf Anhieb verliebt hatte. Ich hoffe ich finde morgen ein paar passende Augen, sonst muss ich selber welche machen – Dank Bodo Schulte, kann ich das jetzt aber auch! Juchuhh!

Hier drei Bilder des Katerchens nach 1,5 Tagen nähen, nähen & nähen:

28.07.2014

Gestern habe ich mich mit einer Freundin in meinem Arbeitszimmer getroffen um ein wenig an nicht fertigen Figuren zu arbeiten. Ihr niedlicher Koala hat große Fortschritte gemacht und ich war auch recht fleißig. Nein, es ging nicht an der Fähe weiter, sondern Frank hat endlich mal Arme und Hände bekommen und auch sein zweites Ohr, das genau wie das andere mit einen Magneten abnehmbar ist. Jetzt fehlt noch die Bemalung der „neuen“ Körperteile und Frank hätte gerne einen schwarzen Anzug – nobel geht die Welt zugrunde –  mal sehen ob ich seinen Wunsch erfüllen will. Außerdem will er nach fast einem Jahr in meiner Werkstatt endlich auch in die Galerie der fertigen Figuren …

Die Fähe hat aber in der letzten Woche schon neue Oberschenkel bekommen und Wimpern. Die Befestigung für die Beine ist auch angebracht. Vielleicht beziehe ich heute noch die Oberschenkel mit Fell – mal sehen.

21.07.2014

Ich habe wieder einmal eine tolle Woche im Figurentheaterkolleg Bochum hinter mir. Diesmal habe ich einen Kurs bei Bodo Schulte gemacht. Wie eigentlich immer war es eine arbeitsreiche, spannende Woche mit tollen und interessanten Menschen und einem sehr guten Dozenten – Danke Bodo.

Die Arbeitsatmosphäre im Kolleg ist wunderbar, die Werkstatt kann auch nach dem offiziellem Kursende – auch die ganze Nacht genutzt-  werden und macht mit dem wirklich tollen Dozenten wirklich jeden Kurs zu einem besonderen und intensivem Erlebnis. Hierfür möchte ich mich nun einmal offiziell bei Birgit, Karin und Anette bedanken, die mit ihrer Liebenswürdigkeit das Kolleg zu einer besonderen Bildungseinrichtung machen!

Ein paar Bilder von dem Fuchs andem ich gearbeitet habe möchte ich Euch aber auch noch gerne zeigen:

Einen lieben Dank an Anja vom Figurentheater Cirqu ónflexe, die meine Fähe für mich fotografiert hat, weil ich das Fotos machen immer vergesse – Danke, danke, danke!

Und wie so häufig nach einer arbeitsreichen Woche fahre ich mit Kopf und Herz voller Ideen nach Hause. Im Gepäck diesmal einen Fuchs (eigentlich eine Fähe), die fertiger aussieht als sie ist und an dem ich noch einige Zeit arbeiten werde.

07.11.2013

Heute ganz fleißig neue Sachen für den schöner schenken Design und Kreativmarkt genäht. Ein wunderbarer Weihnachtsmarkt. Ich freue mich schon sehr in diesem Jahr wieder dabei zu sein.

14.10.2013

Die letzten Monate habe ich 2 Figuren für die Polizeipuppenbühne Koblenz gebaut:            Mona und Ben. Heute sind sie nach koblenz gezogen und nehmen dort jetzt ihre arbeit auf. Für alle interessierten hier ein paar Bilder vom Schaffensprozess. die fertigen Figuren könnt ihr unter der Rubrik Theaterfiguren anschauen

08.08.2013

Eine weitere tolle Woche im Figutrentheaterkolleg Bochum bei Doris Gschwandtner liegt hinter mir und noch einiges an arbeit vor mir.  Sobald die Ziege fertig ist wird sie fotografiert und kommt in die  Galerie. Aber jetzt sind erst mal Mona und Ben wieder dran …

25.05.2013

In der letzten Woche war ich mal wieder im Figurentheaterkolleg in Bochum. Es war eine super Woche – diesmal war es die offenen Werkstatt bei Arne Bustorff. Ich bin endlich mal dazu gekommen an einer Figur weiter zu bauen, deren Kopf schon seit einiger Zeit bei mir rumliegt und für die ich bisher leider keine Zeit gefunden habe. Nun ja, eine weitere Woche arbeit und kein Ende in sicht …

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